Faschingskonzert 2006

Närrisches Programm mit vielen Showeinlagen und Überraschungsgästen

Die Fans wissen es schon aus Erfahrung: das Faschingskonzert der Stadtkapelle ist stets ein besonderes Highlight. Drei Jahre musste das Publikum nun darben, doch heuer war es endlich wieder an der Zeit für einen närrischen Abend aus Musik und Gags. Und natürlich hatten sich das Orchester und ihr Dirigent Julio Mirón auch in diesem Jahr einiges einfallen lassen und keine Mühen gescheut, um ein kurzweiliges und unterhaltsames Showprogramm für die rund 600 Zuschauer im Orlandosaal auf die Beine zu stellen.

Eröffnet wurde das Konzert wie immer mit der "20th Century Fox"-Fanfare, die jedoch mittendrin unterbrochen wurde: zu volkstümlichen Klängen zog nämlich eine bayerische "Danzlmusi"-Formation auf die Bühne und begrüßte das Publikum in G'stanzlform. Auf diese Weise in Stimmung gebracht, blieb das Orchester dem Stil erst mal treu und präsentierte einen "Schwyzer Schottisch", authentisch mit Kuhglockengeläut.


Arno, Hartmut, Elisabeth und Birgit eröffnen das Faschingskonzert mit einem G'stanzl!


Dann kam im wahrsten Sinn Leben in den Saal, denn mit den Worten "so klingt es, wenn Musiker morgens aufstehen" folgte "Morning Madness", ein Potpourri bekannter Melodien, die immer wieder von typischen, morgendlichen Geräuschen unterbrochen wurden: Ist zu Beginn des Stücks zu den Klängen von Brahms' Wiegenlied noch ein lautes Schnarchen aus den Reihen der Musiker zu vernehmen, so wird dies durch das Schrillen des Weckers jäh unterbrochen. Nach kurzem Gähnen und Strecken breitet sich rasch Hektik aus: Die elektrische Kaffeemühle kommt ebenso zu musikalischen Ehren wie ein Haarfön und nach dem Zähneputzen heißt es auch schon: "Ab ins Auto!", denn jetzt geht es durch die morgendliche rush hour. Zu den Klängen der "Wilhelm Tell"-Ouvertüre mündet das Stück schließlich unter wildem Gehupe in einem rasanten Finale.

Apropos schmettern - als letztes Stück vor der Pause, die von M.C. Biggi und Toby "The Mouth" Müller übrigens rappend angekündigt wurde, gab's noch den "Trumpet Blues and Cantabile" von Harry James als Kür für den Trompetensatz.

Auch in der Konzertpause war diesmal etwas geboten: Die Schlagwerker präsentierten nämlich eine eindrucksvolle Percussioneinlage im Foyer, bei der es rhythmische Kapriolen auf Barhockern zu erleben gab. Und wem der gerade 13-jährige "Jugend Musiziert"-Gewinner Ulf Breuer bis jetzt noch nicht aufgefallen war, der konnte sich jetzt von der Routiniertheit und Rhythmik des trommelnden Wirbelwinds überzeugen.
Zur zweiten Halbzeit meldete sich das Orchester kostümiert zurück und marschierte zum "Tiger Rag" in Formation durch den Saal auf die Bühne.

 

Nun folgten die Gags Schlag auf Schlag: Bei "Mah na, mah na", vielen sicher aus der Muppet Show bekannt, lieferten sich Birgit "Sax Bomb" Neczas und Dirk "The Reedmaster" Bruns nicht nur ein musikalisches Duell mit zwei Baritonsaxophonen, sondern es tanzten natürlich auch die Handpuppen

Eine weitere Überraschung folgte daraufhin mit dem nächsten Stück: "La Strada" aus dem gleichnamigen Fellini-Film ist ja eigentlich Zirkusmusik, und so tauchte auch plötzlich eine Gruppe Clowns aus der Clownschule Freising auf und zeigte eine köstliche Jonglagenummer mit Müllsäcken.

Inzwischen eine Institution bei den Faschingskonzerten ist der Auftritt der Germeringer Joggerin (Elisabeth Krumm). In ihrer pfiffigen Büttenrede, bei der sie diesmal als Internet-Chatterin am Computer auftrat, gab es auch heuer so manchen Seitenhieb auf die jüngsten Germeringer Ereignisse, was für so manchen Lacher im Publikum sorgte
Doch zurück zur Musik: "Die Versuchung" von Marcel Wengler ist ein Marsch, der sich durch rhythmische Unregelmäßigkeiten und musikalische Stolperer auszeichnet. Wenn dazu auch noch Clowns als Putzkolonne das Orchester aufmischen, dann ist das Chaos auf der Bühne perfekt. Obwohl die genervten Musiker sie immer wieder davonjagen können, schafft die Freisinger Clown-Truppe es stets erneut und sehr zum Verdruss des Dirigenten, die reibungslose Aufführung des Stücks zu verhindern, bis sich schließlich alles in einem hoffnungslosen Durcheinander verliert.

 

|Impressum|Sitemap|SKG Intern|Presse|