Faschingskonzert der Stadtkapelle ein voller Erfolg

Es war ein Spaß für alle Beteiligten, das Faschingskonzert der Stadtkapelle Germering, und die Musiker zogen alle Register, um ihre Zuhörer in Faschingslaune zu bringen.

Die Jugendband machte den Anfang, kam gut gelaunt und mit bunten Kostümen auf die Bühne.
Mit "Sun Calypso" und "Twist and Shout" brachten sie gleich gute Stimmung in den Saal.

Die Musiker der Stadtkapelle kamen elegant daher, in schwarzer Bluse oder Hemd, mit ihren roten Westen und Fliegen, ganz im Stil eines Showorchesters.

Und los ging's mit "Fanfare und Florishes", als Auftrittsmusik für Conferencier Tobias Müller, eigentlich Schlagzeuger des Orchesters, der in seiner stilvollen goldenen Jacke locker und elegant das Publikum begrüßte , ins "Cabaret der SKG" einführte und mit leichter Hand durch das weitere Programm begleitete.

Ein Supertalent für "Germering sucht den Superstar" sollte gefunden werden, doch zum Wettbewerb hatten sich keine Talente gemeldet. Also spielte die Kapelle fröhliche Musik zu ihrer eigenen Freude.

Doch was geschah dann, mitten in die schöne Musik platzte ein tölpischer Mensch und wollte sein Talent unter Beweis stellen. Doch der Termin war vorbei und mit Schimpf und Schande wurde er von der Bühne gewiesen und das Orchester konnte weiterspielen.

Aber er kam zurück, diesmal mit Akkordeon bewaffnet und sang ein Lied über das ewige Meckern der Deutschen, das wohl den Kern unserer Mentalität sehr genau traf, denn es wurde vom Publikum stürmisch beklatscht. Der Künstler, seines Fachs Komiker und Schauspieler Tobias Christian Mayer, trat, zum Vergnügen des Publikums, noch einige Male in Erscheinung.

Dann trat noch ein Bewerber als Supertalent auf, und wirbelte beleuchtete Stäbe durch die Luft, atemberaubend akrobatisch. Dieser Jongleur, Markus Furtner, wurde dann auch zum Supertalent erkoren.

Als die Klänge des Narhalla-Marsches ertönten, radelte Alexandra Krinner mit ihrem Notebook unter dem Arm auf die Bühne. Sie brachte viele Argumente, die Germering zur Superstadt prädestinieren würden, und Vuvuzela-Tuschs untermalten die gelungenen Anspielungen.

Doch auch die Stadtkapelle selbst hat ihre Talente, das kam bei der Zugabe heraus. Ein neues Münchner Lied wurde vorgestellt, von Hornistin Johanna Schneider komponiert und mit sechs vergnüglichen Strofen, die ihre geliebte Heimatstadt mit den Augen eines jungen Menschen sieht und ganz ohne die üblichen Klischees auskommt.

Mit einem wunderbaren Arrangement von Bernhard Götz versehen, und von einem Bläserquintett der Stadtkapelle dargeboten, kam es beim Faschingskonzert zum ersten Mal zur Aufführung. Schauspieler Tobias Mayer legte es faschingsgerecht, mit Akkordeonbegleitung und auf Rollschuhen dem Publikum zu Füßen und wurde mit tosendem Applaus belohnt. Es war ein rundum musikalisches, gelungenes Faschingsvergnügen und die Zuschauer fühlten sich bestens unterhalten im "Cabaret der SKG." (js)

Der "Hausmeister" mit einer Slapstick-Einlage und der "Washboard-King" in Action...

Fotos: mit freundlicher Genehmigung von Hubert Plutka, Gernlinden

 


Kritik aus dem Fürstenfeldbrucker Tagblatt Artikel publiziert am: 07.03.11 (Link zur Online-Version des Artikels)

Stadtkapelle gibt spritziges Faschingskonzert

Germering - Nach fünf Jahren Pause stürzten sich die Musiker unter ihrem Dirigenten Julio Mirón in ein Faschingskonzert, das mit Gags, Show und pfiffiger Musik prall gefüllt war.

Zunächst musste Dirigent Thomas Huppertz aber auf seine Jugendband warten, denn nur einzeln oder in Grüppchen schlenderten die jungen Musiker herein. Doch dann griffen Piraten, Spanierinnen, Sheriffs und Clowns zu ihren Instrumenten und schossen mit "Sun Calypso" und "Twist and Shout" die ersten Stimmungsraketen ab. Pipi Langstrumpf spielte das Fagott.

Ganz im Stile von Conférencier Joel Grey im Musical "Cabaret" führte dann der Schlagzeuger Tobias Müller die Stadtkapelle unter dem Dirigat von Julio Mirón launig das Publikum ins "Cabaret SKG" und durch das Programm.

Flotte Märsche und südamerikanische Rhythmen verdeutlichten die Lebensfreude närrischer Tage. Dann stolperte unvermittelt ein vermeintlicher Künstler durch den Saal zur Bühne, bot sich als Entertainer an und lamentierte als prächtiger Akkordeon-Virtuose singend über das ewige Meckern der Deutschen.

Auch Zirkuseinlagen wurden geboten. Markus Furtner zeigte eine Jonglage mit Stäben, die er durch die Luft wirbelte und später auch noch illuminierte.

Unter den Klänger des Narrhalla-Marsches baute Alexandra aus Alling ihr Notebook auf. Computergestützt suchte sie nach Kriterien, die Germering für eine Superstadt prädistinieren.

Viel Lokales kam dabei heraus. Und der sonst bei Faschingssitzungen übliche Tusch wurde von Vuvuzelas geblasen.

Dazwischen spielte die Kapelle unter ihrem quirligen Leiter. Der gebürtige Puertoricaner, Julio Mirón hat den Karneval im Blut und dirigierte den Merengue pikant und leidenschaftlich."

Die Zugabe war zugleich eine Premiere. Die Hornistin Johanna Schneider hat das Lied "Münchner Feeling" geschrieben und sie wollte damit zeigen, dass München nicht nur Hofbräuhaus ist. Und so entstand eine Hommage an die Weltstadt mit Herz, die in einem pfiffigen Arrangement von einem Bläserquintett dargeboten wurde.

Auf Rollerblades kam singend Tobias Christian Mayer als Münchner Gwachs daher, dem die Welt von Schwabing bis zum Flaucher gehört. Es gab viel Applaus für ein spritziges und anspruchsvolles Faschingsvergnügen. (kk)

Text: KK - fürstenfeldbrucker Tagblatt v. 7.3.2011

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