Jahreskonzert 2010

Ein Fest für Augen und Ohren
Stadtkapelle verbindet Musik mit laufenden Bildern

Ein großes Fest der Filmmusik feierte die Stadtkapelle Germering
bei ihrem Jahreskonzert 2010.

Die Jugendband mit ihrem Dirigenten Thomas Huppertz begann mit "I will follow him" aus dem zauberhaften Film "Sister act" und die Zuhörer staunten nicht schlecht über den Fortschritt, den die jungen Musiker innerhalb eines Jahres gemacht haben. Mit großer Begeisterung ging es weiter mit dem beliebten Beatlessong "Hey Jude", der klangschön und gefühlvoll interpretiert wurde. Mit viel Applaus wurde die Leistung der kleinen Künstler belohnt, die als Zugabe einen beschwingten "Sun Calypso" draufsetzten.

Dann trat Dirigent Julio Miron ans Mikrofon und verkündete, dass das Konzert dem kürzlich verstorbenen Klarinettisten Rudi Weber gewidmet ist.

Als er seinen Taktstock hob, ging es mit Phileas Fogg in "80 Tagen um die Welt", in einer turbulenten musikalischen Reise. Nun öffnete sich der rückwärtige Vorhang und eine Filmleinwand kam zum Vorschein. Es entstand eine Spannung wie bei einer Hollywood Premiere. Reporter Jens Reichert kündigte sie an und von Jubel und Blitzlichtgewitter begleitet, trat sie auf, die strahlende Moderatorin Birgit Neczas, die das weitere Geschehen ankündigte, zunächst eine Eigenproduktion der Stadtkapelle. Zwei junge Musikerinnen suchen etwas, die Musik ist entspannt, dann wird sie böse, das Gesuchte ist noch nicht gefunden, endlich scheinen sie es gefunden zu haben, was sie nur gesucht haben?

Wer die Ballade "Der Zauberlehrling" von J.W. von Goethe kennt, freute sich über die wunderbare Musik von Paul Dukas, die das Geschehen fantastisch umsetzt, von der Stadtkapelle perfekt interpretiert. Die Musik zum Film "Gladiator", der mit 5 Oscars prämiert wurde, breitet gewaltig das Näherkommen römischer Legionen und das Schicksal des römischen Generals Maximus, der zum Gladiator wurde, in den unterschiedlichsten Klangfarben aus.

Der Vorhang öffnet sich erneut, auf der Leinwand gibt es Streit, eine Oboe wird zerbrochen...., dann tritt Priti Schlubach-Ferrari nach vorne und spielt das zauberhafte Oboensolo aus dem Film "Mission", vom Orchester mit einem zarten Klangteppich unterlegt, ein Höhepunkt der Filmbranche und des Konzerts.

Jetzt hört man Blätter rascheln, Diebe schleichen sich durch die Wälder und der Sheriff von Nottingham sinnt Böses. Hörner und Trompeten erschallen und Robin Hood, der englische Volksheld aus einer mittelalterlichen Legende kämpft für die Armen und Entrechteten, in einer wunderbaren Musik von Michael Kamen dargestellt.

Szenenwechsel: Auf seinem weißen Hengst Silver reitet "Lone Ranger" in rasendem Tempo durch die Prärie, ebenso wie Ulf Breuer, 18jähriges Ausnahmetalent, der seine Schlägel zur Musik von Gioachino Rossini's Wilhelm Tell mit Lichtgeschwindigkeit über das Xylophon tanzen und allen Anwesenden den Atem stocken ließ; die Spannung löste sich in frenetischem Applaus und alle gingen zufrieden in die Pause.

Fröhlich ging es weiter, auf der Leinwand erschien die kleine, gewitzte Wanderratte Rémy aus dem Film Ratatouille, die tausende Kinder ebenso begeisterte, wie die dazugehörige Musik die Konzertbesucher. Nun ertönte der Befehl: "Julio Mirón, übernehmen sie!" und das tat er auch. Mit seiner gewohnten Power dirigierte er die Titelmusik zur TV-Actionserie Mission Impossible (bekannt hierzulande unter "Kobra übernehmen Sie!") und das Orchester gehorchte perfekt.

Und schon war man in der Karibik, wo die "Pirates of the Caribbean: at world's end" ihr Unwesen treiben und wo in der Piraten-Sage der finale Kampf zwischen den Piraten und ihren Widersachern ausgetragen wird. Dazu entfalte das Orchester seine volle Klang- und Stimmgewalt.


Auf der Leinwand wuselte plötzlich der kleine "Nemo" durch die farbenprächtige Unterwasserwelt, während Jens Reichert das wunderschöne Saxophon-Solo von "La Mer" spielte und dann begann die aufregende Suche nach dem kleinen Fisch. Das bekannte französische Chanson war schon in vielen Filmen zu hören und diente Robbie Williams in "Findet Nemo" sehr erfolgreich als Titelsong.

Zum Abschluss des Konzerts durften die drei Schlagzeuger, Benedikt Beckenbauer, Ulf Breuer und Tobi Plutka als Solisten noch einmal ordentlich Krach machen, im Schlagzeugsolostück "Sparkling Drums", von Julio Miron arrangiert und vom Publikum begeistert gefeiert. Beim Abschlussapplaus trat auch der Mann in Erscheinung, der für das Konzert kurze Ausschnitte aus einigen Filmen zurechtgeschnitten hatte, David Burmeister und durfte seinen wohlverdienten Applaus in Empfang nehmen. Als Zugabe, nach der Fanfare von "20th Century Fox" schlich noch ein "Pink Panther" durch den Raum und beendete verschmitzt das Konzert.

Text: Johanna Schneider / Fotos mit freundlicher Genehmigung von Hubert Plutka, Gernlinden

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