Julio Mirón

Julio Miron war seit 1999 Leiter der Stadtkapelle Germering. Er ist in Porto Rico geboren, lebt aber seit vielen Jahren in München. Sein Musikstudium absolvierte er in New York (Dirigat, Komposition, Klavier). Seinen ersten Kontakt mit der Stadtkapelle Germering hatte Julio Miron bei der Opernaufführung AIDA in der Stadthalle Germering, bei der er die Bühnenmusik, die von der Stadtkapelle gestellt wurde, einstudierte und dirigierte. Schon damals fand er Gefallen an unseren Musiker und hat sich im Frühjahr 1999 entschieden, die Stadtkapelle zu leiten.

Seit dieser Zeit war sehr viel passiert im großen Blasorchester. Bereits bei der vom Publikum sehr geschätzten “Serenade am See” 1999 nahm Meister Miron den Dirigentenstab zur Hand und seine Handschrift war schon deutlich zu erkennen, Tempo und Dynamik waren deutlich besser und es ließ sich einiges vom “Neuen” für die Zukunft erhoffen.

Das Jahreskonzert 1999 lockte so viele Zuschauer wie nie in den Orlandosaal der Stadthalle, alle wollten den neuen Dirigenten erleben und sie wurden nicht enttäuscht. Das Programm war beeindruckend und die Kritiken hervorragend. Bereits jetzt zeigte sich, Julio Mirón hatte einiges vor mit seinem Orchester. Eine junge Violinistin, von der Stadtkapelle begleitet, erweiterte das Klangfarbenspektrum. Diese Intension zeigte sich in den kommenden Jahren mehr und mehr. Schon beim Faschingskonzert 2001 kam zum farbigen Orchesterklang ein anderes Soloinstrument zum Einsatz. Markus Steckeler vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks brachte mit seiner Xylophon-Akrobatik neue Klangfarben. Zum Festakt “10 Jahre Germering 2001” brillierte das Blechbläserensemble der SKG mit Gabrielis “Canzon Septimi Toni Nr. 2”. Beim Jahreskonzert 2001 war einer der Höhepunkte Gershwins “ Rhapsody in Blue” mit dem Klaviervirtuosen Thomas Noichl. Eine der interessantesten neuen Erfahrungen war die Mitwirkung bei der Oper “ Ein Maskenball” wo die Musiker durch Vermittlung ihres Dirigenten als Bühnenmusik mitwirken durften. Das Spiel hinter der Bühne und der Ausflug in die Welt der großen Oper war einfach toll.

In den kommenden Jahren verbesserte sich der Klang des Orchesters stetig, Die Genauigkeit des Dirigenten, die unbedingte Einforderung der richtigen Dynamik und Geschwindigkeiten der Stücke, steigerten die Klangfülle und - farbigkeit von Konzert zu Konzert und beim 30jährigen Jubiläum der Stadtkapelle durften sich der Dirigent und die Musiker über eine fulminante Kritik der Presse freuen. Im Programm hielt mehr und mehr die Klassik Einzug, so eröffnet schon einmal ein Walzer von Johann Strauß ein Konzertprogramm und beim Weihnachtskonzert für die Germeringer Senioren engagierte Julio Mirón, der als Korrepetitor zahlreicher bekannter Sänger an der Quelle sitzt, einen Operntenor zur Freude der Musiker und des Publikums. Auch diese Neuerung wurde fortgesetzt und so konnten sich die Germeringer an zahlreichen Gesangsstar aus der Opernwelt erfreuen.

Ganz anders bei der “Serenade am See” 2004. Schon das Outfit der Musiker ließ die Zuschauer erstaunen. Man hatte sich nämlich in bunte Hawai-Hemden geworfen und mit Karibik-Rhythmen ließ Julio Mirón die Klänge seiner Heimat lebendig werden. Um die Stücke authentisch klingen zu lassen, hatte Julio drei Latino-Freunde zur Verstärkung mitgebracht und die Stimmung am See kochte. Zur Neuauflage dieses Konzert kam es dann bei einem Auftritt auf der BUGA in München, bei dem das Orchester karibisches Flair auf die Gartenschau zauberte. Viele erfolgreiche Auftritte folgten und mit immer neuem Elan stürzte sich unser Chefdirigent auf die Vorbereitung jedes Konzertes. Sein Motto schien zu sein: ”Wer rastet, der rostet”.

Vorstand und Orchester beendeten im August 2012 nach zwölf Jahren die engagierte Zusammenarbeit und blicken dankbar auf eine Zeit mit hervorragenden Konzerten und musikalischen Projekten zurück. Das Orchester hat Julio Mirón unendlich viel zu verdanken. Er hat das Orchester musikalisch geformt und stets zu Höchstleistungen animiert. Für seine zukünftigen Tätigkeiten wünschen ihm die Musiker viel Erfolg.

 

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