"Buenas Noches, Senoras y Senores!" Stadtkapelle Germering lockt zu Karibik-Rhythmen am See

Latin-SEErenade am Germeringer See


Zu einer Serenade am Germeringer See der ganz besonderen Art lud die Stadtkapelle am Samstag, den 26. Juni ein: Unter dem Motto "Latino-SEErenade" präsentierte das Orchester einen Abend voll lateinamerikanischer Musik. Mit diesem Konzert hatten sich die 45 Musikerinnen und Musiker und ihr Dirigent Julio "el Commandante" Miron einen lange gehegten Wusch erfüllt und da auch das Wetter mitspielte, sollte dieser Auftritt zu einem echten Knaller werden, der in der Blasorchesterszene sicher seinesgleichen sucht.

 

 

Um die Stücke noch authentischer klingen zu lassen, hatte Julio drei Latino-Freunde zur Verstärkung des Orchesters mitgebracht: Augusto "Chino" Aguilar brachte mit Gitarre und Klavier zwei wichtige zusätzliche Klangfarben ein, Daniel Arnao ergänzte als Percussionist das "latinomäßig" ausgestattete Schlagwerkregister und Carlos Carrasquilla sorgte als Sänger dafür, dass die Stimmung sich auch aufs Publikum übertrug.

Mit dem Klassiker "Mambo Jambo" von Perez Prado legte das Orchester - dem Anlass entsprechend in bunte Hawaiihemden gewandet - dann auch gleich richtig los und zündete schon zu Beginn einen rhythmisches Feuerwerk. Anschließend wurde das zu Hunderten erschienene Publikum musikalisch an die Strände von Rio entführt, und zwar mit dem ersten Satz "Trocadero" der Blasorchestersuite "Playas de Rio". Entspannen und Cocktails genießen konnten die Zuschauer bei einer Bossa Nova namens "Cubana", und dann, ja dann kam Carlos!

Zu den Klängen der "20th Century Fox-Fanfare" kündigte Birgit Neczas den Star des Abends an. Der gebürtige Kolumbianer versetzte mit seinem Charisma das Publikum mit einem Schlag in Verzückung und brachte echtes Karibikfeeling nach Germering, als er bei "Chan Chan", dem großen Hit aus Wim Wenders Erfolgsfilm "Buena Vista Social Club", das Mikro übernahm.

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Bei dem nachfolgenden Stück "Mr. Papi" waren dann auch die Tanzfreunde gefragt, denn dieser flotte Merengue - eine Musikart, die in der Dominikanischen Republik zu Hause ist - ging wirklich in die Beine.

Doch auch für romantische Liebeslieder ist die lateinamerikanische Musik bekannt: "Obsesión" beispielsweise ist ein wunderschöner Bolero von Pedro Flores, den Julio Miron extra für unsere Besetzung arrangiert hatte. Die passende Schmacht-Stimme dazu lieferte auch hier wieder unser Carlos Carrasquilla.

Nach soviel Leidenschaft hatte sich das Orchester dann eine kleine Pause verdient, um "das Schmalz von den Instrumenten zu putzen", so Conferencier Toby Müller. Das Publikum konnte sich währenddessen mit frischen Caipirinhas in der eigens errichteten "Latino-Bar" eindecken.

Mit "Desafinado", einer berühmten Bossa Nova von Antonio Carlos Jobim meldeten sich "Julio y sus Amigos" zum zweiten Teil der musikalischen Karibik-Kreuzfahrt zurück. Die Route führte die Passagiere nach Brasilien, Puerto Rico, Cuba und sogar Miami, dem Zentrum der Exil-Latinos in den USA.

Aus dem Heimatland von Julio stammte jedoch die nun folgende Nummer, die auch zu den echten Klassikern gehört: "El Cumbanchero". Der berühmte Strand "Ipanema" lud daraufhin zum Verweilen ein bei dem gleichnamigen Satz aus den "Playas de Rio", bevor ein weiteres Highlight folgte: "Ran Kan Kan", ein feuriger Mambo von Altmeister Tito Puente. Puente (1923-2000) war über fast fünf Jahrzehnte hinweg die Leitfigur der US-Amerikanischen Latinszene. Mit Scatgesängen von Carlos, Augusto und Daniel, mitreißenden Percussionparts und präzisen Bläsereinwürfen gab das Orchester hier noch einmal alles.

 Aus dem Heimatland von Julio stammte jedoch die nun folgende Nummer, die auch zu den echten Klassikern gehört: "El Cumbanchero". Der berühmte Strand "Ipanema" lud daraufhin zum Verweilen ein bei dem gleichnamigen Satz aus den "Playas de Rio", bevor ein weiteres Highlight folgte: "Ran Kan Kan", ein feuriger Mambo von Altmeister Tito Puente. Puente (1923-2000) war über fast fünf Jahrzehnte hinweg die Leitfigur der US-Amerikanischen Latinszene. Mit Scatgesängen von Carlos, Augusto und Daniel, mitreißenden Percussionparts und präzisen Bläsereinwürfen gab das Orchester hier noch einmal alles.

Doch es ging weiter: Durch die Einflüsse der besagten Exilkubaner und -puertoricaner in den USA entstand dort der Latin-Jazz, und mit "No hablo Espanol", einer knackigen Big Band-Nummer wurde auch dieser Spielart der Latinmusik Rechnung getragen.

Und am Ende wurde es sogar noch zeitgenössischer, denn auch die Jugend in Havanna hört heute traditionelle Rhythmen mit modernen Einflüssen. So sang Carlos zum Abschluss noch einmal den "Chan Chan", allerdings als groovige Rap-Version mit spanischem und deutschem Text.

Für eine großartige Serenade 2004 gab's tosenden Applaus und großes Bedauern um die offenbar viel zu kurze Dauer....

Text: Toby Müller
Fotos mit freundlicher Genehmingung von:
James B. Mientjes, Yuriy Mayzlin und Bolan Seznak.


 

 

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