Open Air Konzert der Stadtkapelle Germering

Am vergangenen Sonntag fand das Open-Air Konzert der Stadtkappelle Germering auf dem Gelände des TSV Germering statt.

Die rund 60 Musiker unter der Leitung von Dirigentin Yoko Seidel spielten eine Auswahl von Jazz- und Swing-Klassikern sowie Film- und Fernsehmusik. Neben der Musik konnten die Zuhörer auch Speisen und Getränke genießen.

Das Eröffnungsstück „Brasil Tropical“ - ein Medley von bekannten lateinameri-kannischen Stücken - ließ die Zuhörer im Rhythmus wippen und an Sonne und Strand denken. 

Infos zu Komponisten und Werken steuerte Tubist Christian Holdt als Moderator bei.

Im Anschluss folgte der „Blue Tango“ von Leroy Anderson. Es herrschte jetzt eher eine romantische Atmosphäre. Bevor man aus seinen Träumen aufwachen konnte ging es schon wieder weiter mit „Merengue Picante“ vom Komponisten Jérôme Thomas. Nun befanden wir uns im Latino-Style. Die Melodie des folgenden „Libertango“ kannte mancher aus dem Film "Frantic" von Regisseur Roman Polanski mit Harrison Ford in der Hauptrolle. Dann waren vor allem Flöten und Klarinetten gefragt. Bei "Tico-Tico" von Zenquinha de Abreu ahmen die Musiker Vogelgezwitscher nach. Die beiden Solotrompeten glänzten danach mit dem "ABBA-Potpourri", das von dem Trompeter Harald Stößner dirigiert wurde. Vor der Pause hatte die Stadtkapelle noch einen Jazz- Klassiker „And All that Jazz“ aus dem Musical Chicago vom 1975 vorbereitet.

Nach der Pause zeigten die beiden Tenor-Saxofonisten beim Glen Miller- Klassiker aus den 40-er Jahren „In The Mood“, was sie können und meisterten das Solo mit Bravur. Weiter ging es ebenso anspruchsvoll und unterhaltsam mit dem Pop-und Jazzstandard „Ain´t She Sweet“, einem Spiritual. Mit der "Moon- light-Serenade" ging die Reise wieder in die 40-er Jahre.  Auch in diesem Klassiker von Glen Miller verzauberte der Klarinetten-Solist das Publikum in die damalige Zeit. Mit dem Spiritual "Go down Moses" präsentierte die Stadtkapelle ein schwungvolles Arrangement und wurde mit einem ordentlichen Applaus belohnt.

Mit zunehmendem Wind ging das Konzert langsam dem Ende zu. Mit "Sing, Sing, Sing" verabschieden sich die Musiker und die Dirigentin. Als Zugabe hatten die Musiker noch ein besonderes Schmankerl im Gepäck: Das Medley "Instant Konzert". Es bietet für jeden etwas. Es besteht aus 28 Melodien, die in ein dreiminütiges Stück gepackt sind. Man könnte sich fragen, wie soll das funktionieren und vor allem wie klingt so was? Die Antwort darauf konnte man am Sonntag selber hören. Der Autor dieses Stückes - Harold Walters - hat einen bunten Stilmix geschaffen von „Jingel Bells“ bis hin zu „Down by the Riverside“. Die Melodien sind hier nicht nur aneinandergereiht, sondern auch überlagert. Wem bis dato gespielte Melodien fremd waren, fand bestimmt in diesem Stück was bekanntes und es scheint so, als ob es die Absicht von den Musikern und der Dirigentin gewesen ist, den Zuhörern einen Ohrwurm mit nach Hause zu geben.

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