Seerenade am See 2002

Stadtkapelle swingt am See -
sechste Serenade auch dank des Wettergotts ein großer Erfolg

 
Serenade 2002 Das Publikum in der Umbaupause....

Wohlgesonnen zeigte sich Petrus bei der diesjährigen Serenade am See der Stadtkapelle Germering am 21. Juli 2002. Obwohl es noch vormittags nach Regen ausgesehen hatte, hielt sich das Wetter, und so fanden sich etwa 700 Zuschauer am Germeringer See ein, um den Klängen des Orchesters zu lauschen.
   
Foto: Simon Serenade 2002

Unter der bewährten Stabführung Julio Mirons und des zweiten Dirigenten Harald Stößner präsentierten die 40 Musikerinnen und Musiker der Stadtkapelle erneut ein unterhaltendes und abwechslungsreiches Programm, das diesmal seinen Schwerpunkt auf den Bereich "Swing" setzte.

Doch zunächst wurde das Publikum mit dem "Marsch der Janitscharen" in die Anfangszeit der Militärmusik zurückversetzt. Die Janitscharen, Leibgarde des osmanischen Sultans, beeinflußten mit ihrer Musik maßgeblich die Entwicklung der Militärkapellen in Zentraleuropa.

Beschwingt wurde es dann jedoch schon mit "Village Fair", einem heiteren Swing-Folk, sowie dem beliebten Dixie-Stück "Ain’t she sweet", bekannt als Titelmusik der "Knoff-Hoff-Show", in einer Swing-Bearbeitung.
   
Das Blechbläserenseble der SKG

Nun formierte sich das Blechbläserensemble der SKG und präsentierte mit "Gatecrasher" ein eindrucksvolles und modernes Jazzstück, das sehr großen Anklang fand.

Weiter ging es mit dem gesamten Orchester: Der Amerikaner Leroy Anderson komponierte den schwungvollen Walzer "Belle of the Ball", der nun zu hören war, gefolgt von der beschaulichen "Siciliano", einem Satz aus Trevor Fords "Dance Contrasts", und mit dem fetzigen Arrangement der japanischen Jazzrock-Nummer "Omens of Love", die von dem zweiten Dirigenten der SKG, Harald Stößner, dirigiert wurde, endete die erste Halbzeit.
 
Das Blechbläserenseble der SKG
   
Jugendorchester Germering in Action!
 
Jugendorchester Germering in Action!

Nun war das erst im Oktober letzten Jahres in Kooperation mit der Musikschule gegründete Jugendorchester an der Reihe. Unter der Leitung von Musikschullehrer Wolfgang Höll überzeugten die jungen Musiker mit dem Menuett und der Bouree aus Händels "Wassermusik", einem Czardas und dem Evergreen "Java" und zeigten, dass nicht die Besetzung, sondern der Spass an der Sache das Rezept für gute Musik ist.

   
Erschöpft aber glücklich:

Mit dem bekannten Spiritual "Joshua fit the Battle of Jericho", arrangiert als mitreißende Swingnummer, meldete sich das Hauptorchester wieder zurück und die soulige Ballade "Surftime" ließ erneut das Blechbläserensemble aufmarschieren.

Andere Klänge ertönten anschließend bei den gleichsam stimmungsvollen wie aufrüttelnden Melodien von "Les Miserables", einem Streifzug durch das Erfolgsmusical von Claude-Michel Schönberg.

Natürlich durfte auch ein Latin-Stück bei dieser Serenade nicht fehlen: "Quand je voix tes yeux" hieß die nun erklingende, rassige Samba, die mit knackigen Bläsersätzen und zündenden Percussion ein Stück brasilianischen Karnevals nach Germering brachte.

‘Aller guten Dinge sind drei’ dachte sich dann das Blechbläserensemble und setzte den "Rutland Rag" noch obendrauf.

Als Schlussnummer zündete die Stadtkapelle schließlich ein ganz besonderes Bonbon: Benny Goodmans Swing-Klassiker "Sing, Sing, Sing" mit einem fulminanten Schlagzeug-Duell zwischen Tobi Müller und Tom Schauer.

Das frenetisch applaudierende Publikum wurde mit den zwei Zugaben "Tiger Rag" und "Skyliner" entlassen.

Fotos: J. Mientjes und Simon
mit freundlicher Genehmigung

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