Serenade am See 2007

Münchner Merkur schrieb am 3.7.07 über die Serenade am See:

Melodien aus aller Welt machen Urlaubsstimmung am See

von Ursula Hörmann

Bei dunklen Wolken am Horizont hilft nur eines: Heiße Rhythmen dagegen setzen. Genau das ist die Spezialität der Stadtkapelle: Bei ihrer Serenade am See wurden die Zuhörer wieder nach Spanien oder Mexiko entführt und schon nach den ersten Takten öffneten sich die Wolken und die Sonne kam zurück.

 

Serenade am See 2007

Birgit Neczas, die stets pfiffige Moderatorin, beobachtete genau, dass nach dem beschwingten Paso doble mit Kastagnettenklang und nach südamerikanischen Cha-Cha-Cha schon die ersten Tanzbeine gezuckt haben. Bei diesem Stück kam gleich Percussion-Meister Tobias Müller mit einem fetzigen Schlagzeugsolo zum Einsatz.

Während es sich die Zuhörer auf Picknickdecken gemütlich gemacht hatten, posionierten sich die Trompeten zu einer kraftvollen mexikanischen Einlage, die mit Bravo-Rufen belohnt wurde. Die vielen hundert Gäste waren schnell in bester Stimmung und den Musikern ging es ebenso. Die Serenade ist neben dem Jahreskonzert eindeutig unser Lieblingsauftritt, bekräftigte Trompetenspielerin Tamara Stößner.

Serenade am See 2007

Für die Musiker ist die lockere Atmosphäre das Besondere an diesem Konzert und die Kapelle gestaltet es auch immer sehr persönlich, zum Beispiel mit einem spontanen Geburtstagsständchen für den Mitspieler Ralf Reuter. Für alle die es verwunderte, dass die Musiker diesmal nicht in Hawaii-Hemden, sondern in gewohnter schwarz-roter Konzertgarderobe auftraten, hatte Vorsitzender Hartmut Krumm die passende Erklärung: Bei dieser Serenade spielen wir nicht nur Latin-Musik, sondern zeigen unser Können querbeet. Da wären die Hawaii-Hemden doch unpassend gewesen, lacht er.

So zeigen die Musiker, dass sie auch etwas Klassisches draufhaben, wie Birgit Neczas es formulierte. Ein solches Intermezzo waren die feurigen Volkstänze von Schostakowitsch. Auch lyrische Klänge aus der Bergwelt, das ruhige Stück Yellow Mountain eines Schweizer Komponisten, bewiesen die Vielseitigkeit des Orchesters.

Serenade am See 2007

Dennoch sind neben Konzertmärschen und Swingmusik gerade die südamerikanischen Klänge die Spezialität der Stadtkapelle. Als sie mit einem Samba den Karneval in Rio aufleben ließen und sämtliche Bläser - vom Saxophon bis zur Posaune - mit ihren Soli die Zuhörer anheizten, dann fegte es die Noten nicht nur wegen des Windes von den Pulten.

Nach den flotten und pfiffigen Gospels in der Zugabe hätten die Leute gerne noch mehr gehört, und Birgit Neczas konnte sie nur vertrösten, indem sie alle herzlich zum Jahreskonzert im November einlud.

(Fotos: H. Plutka)

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