19. Serenade am See mit der Stadtkapelle Germering

Zur Serenade 2015 gab es bestes Sommerwetter - es war nicht zu heiß, aber trocken und nicht zu kühl - also genau richtige Rahmenbedingungen für das Publikum der Serenade am See am 12. Juli 2015 der Stadtkapelle Germering.

Doch zuerst durfte die Jugend ran: mit "Counting Start" von Green Day. Von OneRepublic, einer US-amerikanischen Pop-Rock-Band aus Colorado spielte das Jugendorchester "Love runs out". Dieser Song wurde bei der Fussball WM in Brasilien der offizielle Song für die TV-Übertragungen.

Als letztes Stück gab es noch von der Jugend "Draft Punk" von Pentatonix einer modernen fünfköpfige A-cappella-Gruppe aus Texas. Als Zugabe wurde noch das quirlige Stück "Auf der Autobahn" vom kürzlich verstorbenen Slavko Avsenik gespielt, der die berühmten Orginal Oberkrainer und damit schon fast eine eigene Musikrichtung schuf.

Nach dem großen Applaus für die "kleinen" trat nun das "große" Orchester der Stadtkapelle auf. Wie inzwischen schon traditionell in bunten Hawaihemden.

Los ging es mit Glenn Millers berühmtes "In the Mood" gehört uraufgeführt 1939 und danach dem coolen "Complaining Blues" von Dennis Armitage.

Zu diesem ruhigen Block passte auch noch der bekannte Samba "Mas Que Nada" geschrieben von Jorge Ben Jor. In bayerische übersetzt bedeutet "Mas Que Nada" in etwa "Jo mei" im Sinne von "Ach, was solls"...

Im darauf folgenden "Big Band Boggie" gab es die Gelegenheit einige unserer Musiker als Solisten in Aktion zu erleben!
Mit "Hit the Road Jack" geschrieben von Pery Mayfield 1960 und berühmt geworden vor allem durch Ray Charles ging es munter weiter. 

Als Erinnerung und als Ehrung an einen der berühmtesten deutschprachigen Sänger und Komponisten der am 21. Dezember 2014 verstorben ist, spielten die Stadtkapelle ein Medley seiner größten Erfolge. Seine Songs sind immer noch in unserem Ohr aber auch die Texte bleiben stets aktuell: In unserem Medley ging es um Liebe ("17 Jahr blondes Haar"), die Generation der SilverSurver ("mit 66 Jahren"), einer eindringlichen Warnung vor ungesunder Ernährung mit töglichen Folgen ("Aber bitte mit Sahne"), den ersten ESCs Sieg Österreichs ("Merci Chérie"), eine melancholische Melodie zur Kriese in Griechenland ("Griechischer Wein"), und zuletzt auch noch Mietwucher und Wohnungsknappheit im Münchner Raum ("in diesem ehrenwerten Haus"). Und all das in einem Stück - Udo Jürgens live - unter der Leitung von unserm 2. Dirigenten Harald Stössner.

Musikalisch fein gemacht hat sich die Stadtkapelle anschließend für das Ritz, wobei im Stück "Puttin in the Ritz" von Iving Berlin eher Streifenhosen und Frack gemeint waren - wie man das in der Verfilmung "Blue Skies" mit Fred Astaire sehen konnte.

Als letztes Stück vor der Pause präsentierte unsere musikalische Leiterin und Dirigentin Yoko Seidel das bewegte"Finale"aus der "Theatre Musik" geschrieben von erstklassigen Blasorchester-Komponist Philip Starke.

Weiter ging es mit der der Titelmelodie "Gonna Fly Now" aus dem berühmten Box-Film "Rocky" in dem ein armer Arbeiter italienischer Herkunft zum Boxchampion und Star wird.

Wieder cool und jazzig wurde es anschließend mit der Erkennungs-Meldodie des berühmten Dave-Brubeck-Quartetts. Mit "Take Five" schrieb der zum Quartett gehörende Jazz Saxophonist Paul Desmond 1959 eine der wohl berühmtesten Jazz Nummern im ungewöhnlichen 5/4 Rhythmus.

Als vielseitiges Orchester spielt die Stadtkapelle gerne auch in unterschiedlichen Formationen. In der Serenade 2015 trat unsere Brass Band - also nur Blechbläser mit dem Stück "Kraken" auf. Der Komponist Chris Hazell hat mit den Stück "Kraken" den Charakter eines seiner 4 Streuner-Katzen vertont, die er in seinem englischen Landhaus aufgenommen hatte. "Kraken" war die einzige weibliche Katze zwar nur halb so groß wie die anderen drei, aber diese sehr eigenwillige Katze hatte ihre Katzenbande und ihren Adoptiv-Katzenfreund voll im Griff.

Mit "Mission Impossible" der Erkennungsmeldie der Geheimagenten-Serie  "Kobra, übernehmen Sie", die auch für die nachfolgenden Filme mit Tom Cruise verwendet wurde, ging es mit Hochspannung weiter. Es gilt als die zweit-berühmteste Komposition im 5/4 Takt - nach "Take Five".

Das Musical "Hairspay" spielt in den 1960er Jahren in Amerika als es ein übergewichtiges Mädchen trotzdem schafft sich gegen alle Widerstände durchzusetzen und zum erfolgreichen Star einer Tanzshow im Lokalfernsehen zu werden. Die Stadtkapelle brachte dabei mit "You can't stop the beat" das schmissige Finale des Musicals zu Gehör.

Obwohl die Zuhörer sicherlich noch Stunden weitergelauscht hätten, ging die Serenade in die Schlussrunde mit "Feeling Good", besonders bekannt geworden durch die Interpretation von Michael Bublé zuende. In der SKG-Version jedoch mit einem einfühlsamen Altsaxophonsolo von Geli Berlep. Sofort danach erklangen wie aus der Ferne die afrikanischen Trommeln in der Nacht. Denn mit der heißen "African Symphony" setzte die Stadtkaplle noch einen gewaltigen Schlusspunkt der Serenade.

Das begeisterte Publikum jedoch ließ die Stadtkapelle noch nicht so schnell gehen - zumindest nicht bevor es sich noch insgesamt drei (!) Zugaben erklatscht hatte: "tico-tico", "sing-sing sing" und das lustige und rasante "Instant Concert". Restlos erschöpft aber glückliche Gesichter bei Musikern und strahlende Gesichtern beim Publikum bewiesen aber, dass auch die Serenade 2015 erneut ein rundum gelungenes Freiluftkonzert am Germeringer See war.

 

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