Serenade am See 2017 - Fans harren tapfer aus und Orchester lässt sich nicht einschüchtern...

Germering - Sommerliche Klänge am Germeringer See von der Stadtkapelle Germering. Auch die 21. Serenade am See konnte trotz anfänglicher Regenschauer doch noch stattfinden.

Schon eine halbe Stunde vor Beginn waren die ersten Donner zu hören. Pünktlich zum Beginn um 18 Uhr fing es an zu regnen. Doch die hartgesottenen Fans der Stadtkapelle konnte nichts aus der Ruhe bringen und harrten der Dinge, die dort kamen.  Und so konnte die Serenade doch noch fast wie geplant stattfinden.

Bereitgestellte Stühle und Bierbänke wurden trocken gerieben, die Musikinstrumente wurden schnell wieder aufgebaut, somit konnten die Zuschauer doch noch den sommerlichen Klängen lauschen.

Die Reihenfolge der Stücke musste spontan ein bisschen umgestellt werden. Es hat immer noch ein bisschen geregnet. Klarinetten sind die einzigen Instrumente in der Kapelle die aus Holz gebaut sind, daher dürfen nicht nass werden. Die ersten beiden Stücke mussten deshalb ohne Klarinetten gespielt werden. Davon ließ sich unsere Moderatorin Sophia Schmid nicht aus der Ruhe bringen, und führte das Publikum wortgewandt durch den Abend.

Zum Besten gegeben hat die Stadtkapelle Germering unter anderem den fetzigen Swing von Glenn Miller „In the mood“ die Serenade am See einleiteten. Danach gings weiter mit der Eröffnungsfanfare der Olympischen Sommerspiele 1988 in Seoul "The Olympic Spirit" und den eingängigen und wohlvertrauten Klänge des "Miss Marples Theme". Romantisch wurde es dann mit dem langsamen Blues "Pavane in Blue" und einem Potpourri mit den schönsten Melodien des amerikanischen Erfolgskomponisten George Gershwin.

Es waren wie jedes Jahr wieder herausfordernde Bedingungen am See, denn auch Dirigentin Yoko Seidel stand am Anfang voll im Regen und hatte Mühe die Noten schützen. Hilfsbereite Zuschauer sprangen der Dirigentin mit einem Schirm bei. Aber wie gewohnt spielte die Stadtkapelle Germering die sommerlichen und anspruchsvollen Arrangements perfekt und zeigte sich mal wieder von Ihrer besten Seite.

Die im japanischen Kobe geborene Kirchenmusikern Yoko Seidel setzt auch diesmal wieder stark auf eine vielfältige Perkussionsgruppe unter anderem für sommerliche Latino-Klänge. Diese Instrumente kamen nun voll zum Einsatz bei "Latin Games for Band" des amerikanischen Komponisten Uri Hudorov der zahlreiche Arrangements für das Fernsehen und auch für veschiedene Miltärorchester geschrieben hat. Beschwingt wurde es mit  dem bekannten "Oye Como Va", komponiert von dem Latinjazz- und Mambomusikers Tito Puente. Hier konnte die Percussiongruppe zeigen was sie drauf hat und das Publikum kurzzeitig gefühlt in die Karibik versetzen. "Mexican Holiday" war eine weitere Herausforderung für die Trompeten und sie kamen trotz dem vorausgegangenen Regens mächtig ins schwitzen.

Die Pause wurde gestrichen, um etwaigen weiteren Gewittterschauern zuvor zu kommen und die Serenade doch noch beenden zu können.

Verträumt wurde es mit eimen weiterer Song von Glenn Miller, der "Moonlight Serenade". Weiter gings mit "Joshua Fit The Battle Of Jericho" ein Spiritual dass sich auf die Eroberung Jerichos durch den Feldherren Josua bezieht, "Just like in the old days" und dem bekannten Gospel-Stück "Go Down, Moses". Als Nächstes kam die anspruchsvolle aber sehr lebendige Komposition des amerikanischen Sängers, Pianisten, Kopmonisten und Produzenten Van McCoy "African Symphony", gefolgt von dem Gute-Laune Stück "Tico-Tico". Als letztes Stück hat sich die Stadtkapelle etwas ganz besonderes rausgesucht: "Instant Concert". Harold L. Walters verarbeitet hier 30 verschiedene Melodien in einem 3-Minuten-Stück. Ein musikalischer Spaß für das Publikum, das Mühe hatte alle Stücke rauszufinden.  

Nach begeistertem Applaus gab's noch eine kurze Zugabe mit "Ain't she sweet". Der Regen war nun endgültig vorbei und die Wolken lösten sich langsam auf. Alle waren glücklich nach diesem doch noch voll gelungenem und musikalisch abwechlungsreichen Sommerabend.


 

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